Schwere Spielzeiten in Thüringens höchster Spielklasse

Um die Schwere der Saison 2018/19 wussten die verantwortlichen Trainer Thomas Schirdewahn (C-Junioren) und Jens Weber (D-Junioren), als auch der Vorstand der SG Meiningen, als sie die Meldung für die Verbandsliga vollzogen. Nun ist die Hinrunde in beiden Altersklassen vorbei und beide Mannschaften stehen derzeit auf Abstiegsplätzen in ihren Staffeln. Einerseits war es ein Wagnis mit dem jeweils jüngeren Jahrgang in die Spielzeit zu gehen, andererseits wollte man auch den Akteuren die Chance bieten, sich zu profilieren beziehungsweise zu lernen.


Neben dem Alter spielte aber in den Partien oft auch der Größenunterschied eine gewichtige Rolle, welche zu Nachteilen in gewissen Spielsituationen führt. Genannt seien vor allem hier die Standards, sowie die körperliche Robustheit im Zweikampf. Natürlich waren in beiden Mannschaften auch Begegnungen dabei, wo man sich auf Augenhöhe befand, aber im entscheidenden Moment vielleicht auch das Quäntchen Glück fehlte. Während es in der Verbandsliga D-Junioren nach dieser Saison keine Absteiger geben wird, aufgrund der geplanten Auffüllung der Ligen, wird es sicherlich bei den C-Junioren ein spannender Kampf bis zum letzten Spieltag werden. Da noch nichts verloren ist, wird auch die SG Meiningen versuchen, die Klasse zu halten. Dabei sollen auch neue Akteure helfen, denn auch die Region braucht höher klassigen Nachwuchsfußball für die Entwicklung von Talenten. Die C-Junioren der SGM erwischte nach dem überraschenden Pokalaus in Schwallungen einen ausgewogenen Saisonstart, als man gegen Thüringen Jena unglücklich knapp verlor und gegen Schmölln den ersten Saisonerfolg feiern konnte. Doch danach kamen erst die Knallerspiele gegen Ilmenau, Bad Salzungen, Meuselwitz und RW Erfurt, wo man deutlich unterlag. Leider konnte man aber auch gegen Mannschaften (Lusaner SC, BW Neustadt)der unteren Tabellenhälfte nicht punkten und so hing man frühzeitig im Tabellenkeller fest. Nach der guten Leistung beim FC CZ Jena verlor man auch gegen die beiden Geraer Teams vom JFC und Wismut, sowie den Rückrundenauftakt bei Thüringen Jena. Noch ist aber die Lage nicht hoffnungslos und sind noch genug Spiele im Frühjahr. Oberste Priorität hat derzeit die Verbreiterung des Kaders in qualitativer und quantitativer Hinsicht, denn Ausfälle von Leistungsträgern waren kaum zu verkraften.

 

Eine ähnlich dünne Spielerdecke haben die D-Junioren, welche aber aufgrund des bereits feststehenden Nichtabstieges befreit aufspielen können. Neben deutlichen Niederlagen stehen aber auch hier Partien auf Augenhöhe mit der Gegnerschaft, wo vor allem die Chancenverwertung mangelhaft war. Nach dem Auftakt in Geisa (0:6) punktete man gegen Martinroda und gewann in Sonneberg. Danach hielt die Berg- und Talfahrt mit dem Punkt in Effelder und der Niederlage gegen den überzeugenden Spitzenreiter aus Bad Salzungen. Zum Abschluss verlor man die restlichen drei Spiele gegen Geisa in Suhl und Martinroda. Dazwischen lag der von den Sonneberger Gästen provozierte Spielabbruch im Stadion „Maßfelder Weg“ , als die SGM 2:1 führte, doch der Tabellenletzte einfach das Spielfeld verließ und es zu tumultartigen Szenen auf dem Spielfeld vor den Augen des Staffelleiters Patrick Marr kam. Dieser Fall ist nun eine Sache für das Sportgericht des Thüringer Fußballverbandes. Positiv war der Verlauf im Landespokal bei den D-Junioren, denn nach dem Auftakt in Struth-Helmershof (2:0) gewann die Weber-Elf auch in Gotha gegen die dortige Wacker-Mannschaft, welche immerhin in der Talenteliga dieses Altersbereiches kickt. In der nächsten Runde im Frühjahr wartet all erdings der schwerste Brocken mit dem FC RW Erfurt, der in seiner Spielklasse von Sieg zu Sieg eilte.

 

Trotzdem werden auch die Erfahrungen im Frühjahr dazu beitragen, dass in der Saison 2019/20 die SG Meiningen zum älteren Jahrgang gehört und die Zeichen sicherlich wieder auf die obere Tabellenränge zeigen.